„Master of science in clinical Psychology“

Angst & Nervensystem

Im Großen und Ganzen werden sämtliche bei der Angst entstehenden Wirkmechanismen vom vegetativen Nervensystem gesteuert. In aller Regel beruhen sie auf einem vorübergehenden Anstieg der "Stresshormone" (Adrenalin) im Blut. Dies sind Automatismen, die uns von Urzeiten her erhalten geblieben sind. Diese blitzschnellen Automatismen waren auch wichtig, denn im drohenden Fall eines „gefressen Werdens“ gab es keine Zeit zu überlegen, ob der Angreifer oder die Situation gefährlich ist.

Nach dieser ersten Aktivierung versucht der Hippocampus, eine Struktur unseres Gehirns im Normalfall über alle erlernten, erlebten, erfahrenen und im Gehirn abgespeicherten Situationen, eine passende Situation zu der gerade erlebten herauszusuchen. Dann entscheidet sich, ob die Situation nach dem ersten Schreck immer noch als gefährlich eingestuft werden muss oder als harmlos. Eine weitere Aktivierung aller Systeme oder die Entspannung „Schreck lass nach" folgen.

Angst erzeugt eine Vielzahl nachvollziehbarer körperlicher Symptome

Die generalisierte Angst verursacht dauerhaft verspannte Muskeln. Es kommt hier zu chronischen Anspannungszuständen. Im Falle von Panikattacken kann es zu sympathikotonen oder parasympathischen Reaktionen des Körpers kommen. Durch starken Reiz des Sympathikus (ein Nerv in unserem Nervensystem) kommt es zu erhöhtem Pulsschlag, zu Gefäßverengung mit einem Anstieg des Blutdruckes und zu einer Verspannung der Muskulatur. In der Vorzeit und bei Naturvölkern heute noch ein durchaus überlebenswichtiger Vorgang, wenn sie ein Beutetier fanden oder einem Feind plötzlich gegenüberstanden. Das Herz pumpt kräftiger und der gesamte Körper wird in einen Alarmzustand versetzt. Wenn nun diese Anspannung nicht gelöst wird durch eine sofortige Reaktion wie z. B. „Angriff oder Flucht", dann muss der Körper diese Anspannung in irgendeiner anderen Form wieder loswerden. Es kommt zu einem wahren Feuerwerk an Nervenimpulsen wie Zittern, einem Unwohlsein, Schweißausbrüchen und anderen Reaktionen.

Bei den Angstbetroffenen wird nun leider eine vollständige Panikattacke ausgelöst. Sie reagieren auf die durch ihre Angstkonditionierung entstandene sympathikotone Erregung wieder mit neuer Angst. Dabei sind ihre Befürchtungen, etwas Schlimmes könne geschehen, oder sie könnten ohnmächtig werden, vollkommen unbegründet.

Betroffene von Panikattacken nehmen körperlichen Symptome stärker wahr

Beispielsweise findet sich bei allen Betroffenenberichten stets der Hinweis auf ein starkes Zittern oder Beben. Dies kann von den Partnern der Betroffenen oder den Behandlern jedoch in kaum einem Fall wahrgenommen werden. Auch ist die größte Angst des Panikers, während einer Panikattacke, die anderen Menschen und Passanten könnten sehen, wie schlecht es ihm geht, scheinbar vollkommen unbegründet.

Weitere körperliche Wirkmechanismen der Angst, z. B. auf den Magen-Darm-Trakt und die Muskulatur der Blase, sind bekannt und ebenfalls Wirkung des fehlgeleiteten Wechselspieles zwischen sympathischem und parasympathischem Nervensystem. Jeder kennt den Spruch: „Sich vor Angst in die Hose machen".

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